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Roaming in der Schweiz: das europäische Land, das nicht ins EU-Roaming fällt
Die Schweiz ist von EU-Ländern umgeben und gehört nicht dazu. Was die Anbieter aus diesem Fall machen und wie du die Überraschung vermeidest.
Die Schweiz ist das perfekte Beispiel dafür, warum sich Roaming nicht an der Landkarte ablesen lässt. Sie ist von EU-Ländern umgeben, man fährt aus Italien oder Frankreich mit dem Zug hinein, ohne es zu merken, und sie gehört weder zur Union noch zum Europäischen Wirtschaftsraum. Die Verordnung, die dein Datenvolumen mitreisen lässt, gilt dort nicht.
Was passiert dann in der Schweiz?
Das hängt vom Anbieter ab, und diesmal wirklich. Manche Tarife zählen die Schweiz aus rein kommerzieller Entscheidung zu ihrer Europazone, andere behandeln sie als internationale Zone, und es gibt Tarife, die sie zu anderen Bedingungen einschließen als den Rest Europas.
Es gibt hier also keine allgemeine Antwort: Du musst in deinen eigenen Tarif schauen. Das ist die Prüfung von zwei Minuten, die den Ärger erspart.
Die besondere Gefahr der Schweiz: hineingeraten
Anders als bei einem Flug, bei dem man genau weiß, dass man das Land gewechselt hat, kommt man in die Schweiz über Land und manchmal im Vorbeifahren.
- Züge, die Mailand mit Zürich oder Genf verbinden und mitten auf der Strecke die Grenze überqueren.
- Straßenrouten zwischen Frankreich, Italien und Deutschland, die durch Schweizer Gebiet führen.
- Skiorte in den Alpen, wo sich das Handy an einen Mast auf der anderen Talseite hängt.
- Flüge mit Zwischenstopp in Genf oder Zürich, bei denen sich das Handy während der Wartezeit einbucht.
In all diesen Fällen wechselt das Telefon das Netz und meldet das nur mit einer SMS, die in dem Moment fast niemand liest.
Und der Bruderfall: Andorra
Andorra gehört ebenfalls nicht zur Europäischen Union, und dort gilt dasselbe: Man kommt mit dem Auto an, es gibt keine Kontrolle, die daran erinnert, dass man das Land gewechselt hat, und das Handy bucht sich ins andorranische Netz ein. Wer ein Wochenende Ski fahren geht, findet das auf der Rechnung wieder.
Was zu tun ist
- Schau in deinem Tarif nach, ob die Schweiz zur Europazone oder zu einer internationalen Zone gehört.
- Wenn nicht, schalte das Datenroaming vor der Grenze ab und nicht erst bei der Ankunft.
- In einem Zug oder auf einer Route dicht an der Grenze kannst du das Netz auch von Hand festlegen.
- Wenn du mehrere Tage bleibst, macht ein Datenpaket für das Reiseziel den Preis schon vor der Abfahrt fest.
Die Schweizer Netzabdeckung, für das, worauf es ankommt
Sie ist ausgezeichnet, selbst in Bergregionen, wo man das nicht erwarten würde, und lange Eisenbahntunnel sind meist versorgt. Im Hochgebirge, abseits der Skiorte und der bewohnten Täler, gibt es Lücken wie in jedem Gebirge.
Für eine Wanderung gilt das Übliche: Karte heruntergeladen und jemandem Bescheid gesagt, was du an dem Tag vorhast.
Häufige Fragen
Funktioniert das EU-Roaming in der Schweiz?
Nicht kraft Verordnung: Die Schweiz gehört weder zur Europäischen Union noch zum Europäischen Wirtschaftsraum. Manche Anbieter zählen sie trotzdem aus kommerzieller Entscheidung zu ihrer Europazone, deshalb musst du in deinen eigenen Tarif schauen.
Was kostet Roaming in der Schweiz?
Das hängt vom Anbieter und vom Tarif ab. Sie kann wie eine Europazone enthalten sein oder als internationale Zone gelten, mit Paket oder Abrechnung nach Verbrauch.
Kann ich Schweizer Roaming zahlen, ohne in die Schweiz zu fahren?
Ja, wenn du mit Zug oder Auto auf Routen durch das Land reist, in Genf oder Zürich umsteigst oder nahe der Grenze Ski fährst und sich das Handy an einen Schweizer Mast hängt.
Und Andorra?
Andorra gehört auch nicht zur Europäischen Union, dort gilt also dasselbe. Es ist der typische Fall eines Ski-Kurztrips, der auf der Rechnung des Folgemonats auftaucht.
Gibt es in den Schweizer Alpen guten Empfang?
Sehr guten in Tälern, Dörfern und Skiorten und ziemlich guten in den Eisenbahntunneln. Im Hochgebirge, abseits bewohnter Gebiete, gibt es Lücken: Lade die Karte vor einer Tour herunter.